Saal- und Bühnenprogramm

16:10–16:15 1 Begrüßung

16:15–16:30 1 Eröffnungsmusik von Studierenden von MenschMusik Hamburg

16:30–16:50 1 P Eurythmie von SchülerInnen der FWS Bergstedt

17:00–17:45 1 V Die Mitte gibt's nur unterwegs - Rhythmus und Menschlichkeit Vortrag von Wolfgang Held

18:00–18:20 1 P Hunter-Tompson-Musik nach einer Erzählung von Judith Hermann

18:30–19:15 1 V Rhythmus und Waldorfpädagogik. Die Bedeutung des Schlafes in der Waldorfpädagogik Vortrag von Maik Ramm

19:25–19:45 1 P Chant Musik von Elmar Lampson, Eurythmie von Tille Barkhoff >> fällt aus

19:55–20:40 1 V Wir leben in vier Zeitströmen gleichzeitig Vortrag von Wolfgang Held

20:50–21:10 1 W Rhythmus erleben Kanonsingen mit Mariam Kiria

21:15–22:00 1 V Lebensrhythmen gestalten im Smartphonezeitalter Vortrag mit Uwe Buermann

22:10–22:55 1 P Radioaktivität, gigantische Zeiträume Performance mit Stephan Schad und Amadeus Templeton

22:57–23:00 1 Verabschiedung

Moderation des Bühnenprogramms: Dr. Krishna Swamy


Die Mitte gibt's nur unterwegs – Rhythmus und Menschlichkeit
Tag-Nacht, Frau-Mann, oben-unten. Das Leben ist ein Spiel der Gegensätze und Rhythmus ist die Erfindung der Natur, sie miteinander zu versöhnen. Kultur als höhere Natur bedeutet, dass es kultivierte, menschliche Rhythmen gibt. Sie vermögen die Gegensätze nicht nur zu verbinden, sondern Neues aus Ihnen hervorzubringen.
Vortrag von Wolfgang Held, Publizist, Pädagoge, Mathematiker

Hunter-Tompson-Musik
nach einer Erzählung von Judith Hermann. „Der Tag, an dem dann doch noch einmal etwas geschieht, ist der Freitag vor Ostern...“ so beginnt Judith Hermanns Erzählung. Unmerklich dringen wir ein in den scheinbar schlichten Lebensradius der Titelfigur Hunter Tompson, Bewohner des heruntergekommenen Washington-Jefferson-Hotels, einer letzten ‚Station’, eines ‚Asyls’ für alte Menschen, die dort ihre letzten Lebensjahre und -tage fristen. In der Zeitspanne zwischen ‚Freitag vor Ostern’ und der Osternacht gerät Hunter durch eine nicht zu erwartende Begegnung in eine plötzliche Unruhe von existenzieller Dimension, ja Wucht sogar, die ihn selbst sein Liebstes, ...seine Musik, seinen einzigen Lebensstoff wegschenken lässt...
Eurythmie: Charlotte C. Frisch, Bettina Grube
Sprache: Roswitha Meyer-Wahl
Künstlerische Begleitung: Kjell Häggmark
Musik: Mela Meierhans
Kostüme: Katja Nestle

Rhythmus und Waldorfpädagogik. Die Bedeutung des Schlafes in der Waldorfpädagogik
Rhythmus ist eine wichtige Grundlage für Gesundheit, denn „Rhythmus trägt Leben“ (Rudolf Steiner). Die Waldorfpädagogik berücksichtigt die natürlichen Rhythmen der Heranwachsenden, wie den von Schlafen und Wachen, und stärkt die Fähigkeit, gut zwischen Aktivität und Passivität auszugleichen. Da junge Menschen heute statistisch gesehen mehr Zeit vor Bildschirmen als im Schlaf verbringen, geht es in der verbleibenden Zeit darum, pädagogisch sinnvoll und nachhaltig mit ihnen zu arbeiten und so ihren „richtigen Schlaf“ zu fördern, in dem u.a. wesentliche Vorgänge der Gedächtnisbildung stattfinden.
Vortrag von Henning Kullak-Ublick, Vorstandssprecher Bund der Freien Waldorfschulen und ehemaliger Waldorfklassenlehrer
www.waldorfschule.de

Chant - ein Sterbegesang und eine eurythmische Miniatur
Chant pour piano (2008) und Hommage an Alfred Schnittke (2010). Zwei Kompositionen von Elmar Lampson
Sterben, Vergehen und die Ahnung von Neuem – dann, sind Stufen der Choreographie von Chant. In der eurythmische Miniatur geht es um die Vertiefung in ein musikalisches Motiv.
Eurythmie: Tille Barkhoff, Musik: Gunnar Haase, Konzertpianist

Wir leben in vier Zeitströmen gleichzeitig
Zum Menschen gehört ein Leib, ein Leben, eine Seele und eine Persönlichkeit, und ebenso gibt es auch vier unterschiedliche Zeitstrukturen, in denen man lebt. Um die Zeit zu gestalten und sogar neue Zeit schöpfen zu können, lohnt es sich, diese vier Zeiten zu beobachten, verstehen und schließlich gestalten zu können.
Vortrag von Wolfgang Held, Publizist, Pädagoge, Mathematiker

Erlebnis Kanon Singen
mit Mariam Kiria, Musikpädagogin

Lebensrhythmen gestalten im Smartphonezeitalter
Die permanente Erreichbarkeit und Verfügbarkeit von Informationen und Ablenkungen stellt alle Smartphonebesitzer vor eine zunehmende Herausforderung. Wie schaffen wir Erwachsenen es, gesunde Lebensrhythmen aufrecht zu erhalten? Viel wichtiger ist diese Frage aber im Hinblick auf unsere Kinder. Medienkompetenz ist mehr als nur Wischkompetenz! Wie können wir den Jugendlichen helfen einen gesunden Umgang mit den unbegrenzten Möglichkeiten zu erwerben?
Vortrag von Uwe Buermann, pädagogisch-therapeutischer Medienberater

Radioaktivität, gigantische Zeiträume
Die Entwicklung des Menschen und die Mündigkeitsfrage. Eine Lesung mit Performance.
Der Schauspieler Stephan Schad wird Ausschnitte aus einem Text seines Vaters Wolfgang Schad („Die Radioaktivität in physikalischer, biologischer, psychologischer und spiritueller Hinsicht.“) vortragen. Unter anderem wird er dabei zusammen mit dem Musiker Henning Kiehn aus der Frage: „Ist der Stellenwert der Entfesselung des Atoms sinnhaft und verstehbar beschreibbar?“, eine Performance entwickeln, die zur Teilnahme an einem Experiment und einem rhythmischen Erlebnis der besonderen Art einlädt.