Auf der Suche nach der verlorenen Zeit
Sa., 30. Mai 2026
18:00 Uhr
Lesung und Konzert mit Jan Tim Schmidt (Violoncello) und Alan Newcombe (Klavier)
Mit »Auf der Suche nach der Verlorenen Zeit« begibt sich Marcel Proust auf die Suche nach seinem jungen Selbst. Er nimmt die Leser:in mit auf eine Reise durch seine feine und schonungslos ehrliche Empfindungswelt, und in die Abendgesellschaften der Pariser Salons des »Fin de Siècle«. Seiner Philosophie nach ist die Zeit nur ein Transportmittel, durch welches wir Menschen uns zwar linear bewegen, welches aber immer wieder durchbrochen wird durch bewusste und unbewusste Erinnerung, feine Sinneseindrücke, Klänge und Gerüche, die uns an längst vergessene Orte führen.
Die Manifestation seiner Philosophie fand er in der César Franck Sonate, die er in seinem Roman als »Vinteuil-Sonate« beschreibt und durch seine Erzählfigur immer wieder aufgreift. Die Musik ist geprägt von vielen »kleinen Themen« die durch die Sätze hinweg immer wieder auftauchen und musikalisch neu verarbeitet werden.
Obwohl sein Wirken schon ein halbes Jahrhundert zurück lag, war die Musik von Frederic Chopin immer noch eine Legende in den Pariser Salons. Wir müssen es uns heute wie eine Nostalgie für die Musik der 60er-, 70er- und 80er-Jahre vorstellen. Auch seine Musik ist geprägt von träumerischer Feinfühligkeit, die sich verschwenderisch in vielen kleinen Themen offenbart und den Spielenden ein hohes Maß an Sentiment und technischer Flexibilität abverlangt. Die Sonate für Violoncello und Klavier ist das letzte Werk, welches er in seinem viel zu kurzen Leben schrieb, und in einem letzten Konzert zur Aufführung brachte.
Programm
César Franck – Sonate in A-Dur für Violoncello und Klavier (1886)
Frédéric Chopin – Sonate in g-Moll für Violoncello und Klavier Op. 65 (1847)
Texte von Marcel Proust aus »Auf der Suche nach der verlorenen Zeit«
Violoncello: Jan Tim Schmidt
Klavier: Alan Newcombe
Eintritt: 15 €, ermäßigt 10 €
Rudolf Steiner Haus Hamburg
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